17 June 2026, 17:57

Streit um E-Auto-Prämie: Chinesische Hersteller profitieren – deutsche Industrie bleibt zurück

Handelsbetriebe: E-Auto-Subvention fließt mainly nach China

Streit um E-Auto-Prämie: Chinesische Hersteller profitieren – deutsche Industrie bleibt zurück

Die deutsche staatliche Kaufprämie für Elektroautos hat eine Debatte über ihre Auswirkungen auf den Markt ausgelöst. Das mit 3,5 Milliarden Euro ausgestattete Programm soll die Verbreitung von E-Autos fördern, doch Kritiker bemängeln, dass vor allem ausländische Hersteller – und nicht die heimische Industrie – davon profitieren. Seit Einführung der Förderung haben sich die Verkäufe günstiger chinesischer Modelle deutlich erhöht.

Seit dem 1. Januar 2026 gilt die Prämie für alle zugelassenen Elektrofahrzeuge und bietet Käufern je nach Modell und individueller Situation bis zu 6.000 Euro Unterstützung. Autohäuser verzeichnen einen deutlichen Anstieg bei chinesischen E-Autos im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro – bei der Weller-Gruppe verdoppelten sich die Verkäufe im Mai sogar.

Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), widersprach der positiven Einschätzung von Umweltminister Carsten Schneider. Die Förderung habe vor allem bestehende Auftragsrückstände abgebaut, statt neue Käufer zu gewinnen, so Weller. Zudem hätten deutsche Hersteller noch keine vergleichbar günstigen Modelle im Angebot – der VW ID.Polo komme erst im September auf den Markt.

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Weller schlug umfassende Reformen vor, um die E-Mobilität zu stärken. Dazu gehören die Ausweitung der Förderung auf Gebrauchtwagen, der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Senkung der Strompreise. Zudem forderte er transparente Preise an Ladestationen und verglich das System mit dem Mobilfunk-Roaming, bei dem bundesweit ein einheitlicher Tarif gelten sollte.

Der mit 3,5 Milliarden Euro dotierte Förderfonds steht nun auf dem Prüfstand. Beobachter weisen darauf hin, dass chinesische Hersteller derzeit die Lücke bei günstigen E-Autos füllen. Deutsche Marken könnten ihre Angebote anpassen müssen, um in diesem wachsenden Segment konkurrenzfähig zu bleiben.

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