26 June 2026, 20:07

Stuttgart 21: Eröffnung erst 2031 – Kosten explodieren auf 14,5 Milliarden Euro

Kosten für Stuttgart 21 steigen erneut um Milliarden Euro

Stuttgart 21: Eröffnung erst 2031 – Kosten explodieren auf 14,5 Milliarden Euro

Die Eröffnung des unterirdischen Bahnhofs Stuttgart 21 verzögert sich erneut – nun ist der Start auf das Jahr 2031 verschoben worden. Das Projekt, das 2010 mit einem Budget von 4,5 Milliarden Euro begann, hat inzwischen Kosten in Höhe von 14,5 Milliarden Euro verursacht.

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Die Bauarbeiten starteten 2010 mit dem Ziel, den bestehenden Kopfbahnhof Stuttgarts durch einen modernen unterirdischen Bahnhof zu ersetzen. Zudem soll das Vorhaben Platz für 6.000 neue Wohnungen schaffen. Von Anfang an gab es starken Widerstand: Bei Protesten im Jahr 2010 kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, als die Polizei Demonstranten auflöste. Die Proteste verhalfen den Grünen zum Aufschwung – bei der Landtagswahl 2011 wurden sie zweitstärkste Kraft und beendeten damit die 68-jährige Regierungszeit der CDU in Baden-Württemberg.

Die Deutsche Bahn nennt nun vor allem Digitalisierungsprobleme als Grund für die Verzögerung. Über 1.000 Kilometer falsch verlegte Kabel und Leitungen müssen ausgetauscht werden. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir fordert klarere Fortschritte und verlässliche Fertigstellungstermine.

Die Inbetriebnahme des Bahnhofs ist nun für 2031 geplant – fünf Jahre später als ursprünglich vorgesehen. Die Kosten des Projekts haben sich seit Beginn mehr als verdreifacht. Die Deutsche Bahn und die Landesregierung stehen weiterhin unter Druck, den lange erwarteten Verkehrsknotenpunkt endlich zu realisieren.

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