09 June 2026, 16:11

Stuttgart 21: Eröffnung verzögert sich bis Ende 2031 – Kosten explodieren auf 11,3 Milliarden

Eisenbahn unter Druck - Was Özdemir bezüglich Stuttgart 21 fordert

Stuttgart 21: Eröffnung verzögert sich bis Ende 2031 – Kosten explodieren auf 11,3 Milliarden

Stuttgart 21: Bahnprojekt verzögert sich weiter – Eröffnung erst Ende 2031

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 steht vor weiteren Verzögerungen: Der neue unterirdische Durchgangsbahnhof soll nun frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen – Jahre später als ursprünglich geplant. Auch die Kosten sind explodiert: Statt der ursprünglich veranschlagten 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2009 werden mittlerweile 11,3 Milliarden Euro erwartet, die die Deutsche Bahn allein tragen muss. Die Landesregierung von Baden-Württemberg fordert nun klare Antworten zur Zukunft des Vorhabens.

Stuttgart 21 sollte den Stuttgarter Eisenbahnknoten grundlegend modernisieren. Kernstück ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der den bisherigen Kopfbahnhof durch einen Durchgangsbahnhof ersetzt, um die Anbindungen zu verbessern. Zum Gesamtprojekt gehören zudem neue Gleise, Tunnel, Brücken sowie die 2022 eröffnete Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm.

Doch das Vorhaben leidet unter immer neuen Rückschlägen. Eine ursprünglich für Ende 2026 geplante Teilinbetriebnahme des unterirdischen Bahnhofs wurde nun gestrichen. Die Digitalisierung des Knotens – ein Novum in Deutschland – erhöht die Komplexität und trägt zu den jüngsten Verzögerungen bei.

Ministerpräsident Cem Özdemir (Baden-Württemberg) hat die Deutsche Bahn zu verbindlichen Zeitplänen und einer klaren Zusagen für das Projekt gedrängt. Er betonte die Bedeutung der vollständigen Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens und warnte, weitere Verzögerungen würden für die Region und die Fahrgäste „katastrophale Nachrichten“ bedeuten.

Nach dem überarbeiteten Fahrplan soll Stuttgart 21 nun erst Ende 2031 vollständig fertiggestellt werden, bei Kosten von über 11 Milliarden Euro. Die Deutsche Bahn muss die Mehrkosten allein schultern und wurde aufgefordert, konkrete Pläne für die Fertigstellung vorzulegen. Das Projekt bleibt ein entscheidender, aber stark umkämpfter Schritt für die Modernisierung der Stuttgarter Verkehrsinfrastruktur.

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