Stuttgart 21: Neue Verzögerungen belasten die Deutsche Bahn schwer
Oswin BolanderStuttgart 21: Neue Verzögerungen belasten die Deutsche Bahn schwer
Stuttgart 21: Deutsche Bahn-Projekt erleidet nächsten schweren Rückschlag
Das Bahnprojekt Stuttgart 21 steckt in der nächsten schweren Krise. Die Fahrgastorganisation Pro Bahn bezeichnete die Verzögerung als "Desaster" und warnte vor gravierenden finanziellen und imagebedingten Schäden für die Deutsche Bahn.
Das von jeher von Verzögerungen geplagte Vorhaben sieht sich diesmal besonders harter Kritik ausgesetzt. Pro Bahn, eine der führenden Verbraucherorganisationen im Bahnverkehr, sprach von einer Katastrophe – sowohl für Reisende als auch für die Glaubwürdigkeit der Bahn. Zudem befürchtet der Verband, dass die finanziellen Folgen zu Kürzungen bei anderen Schienenprojekten in ganz Deutschland führen könnten.
Die Probleme häufen sich just in einer Phase des Führungswechsels bei der Deutschen Bahn: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Richard Lutz hat das Unternehmen verlassen, an seiner Stelle steht nun Evelyn Palla. Zwar fordert Pro Bahn Konsequenzen für die Verzögerungen, betont aber zugleich, dass Palla persönlich keine Schuld an diesem konkreten Rückschlag treffe.
Die erneute Verzögerung bei Stuttgart 21 wird voraussichtlich hohe Kosten verursachen und das ohnehin angeschlagene Image der Deutschen Bahn weiter beschädigen. Fahrgastvertreter machen deutlich: Die anhaltenden Probleme des Projekts könnten weitreichende Folgen für die Bahnfinanzierung im Land haben. Das Unternehmen steht nun unter Druck, unter der neuen Führung Lösungen zu finden.
