17 December 2025, 16:32

Stuttgart kämpft mit Rekordschulden und drastischen Sparplänen bis 2030

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Polen, Straßen, Fahrzeugen und einem Himmel.

Stuttgart nimmt Rekordverschuldung auf - "Wir bleiben solvent" - Stuttgart kämpft mit Rekordschulden und drastischen Sparplänen bis 2030

Stuttgart nimmt Rekordschulden auf – "Wir bleiben zahlungsfähig"

Stuttgart nimmt Rekordschulden auf – "Wir bleiben zahlungsfähig"

  1. Dezember 2025, 13:33 Uhr

Stuttgart steckt in schweren finanziellen Turbulenzen, nachdem die Einnahmen aus der Gewerbesteuer drastisch eingebrochen sind. Die Stadt muss nun in den kommenden zwei Jahren fast 800 Millionen Euro einsparen, um eine weitere Verschuldung zu verhindern. Die Verantwortlichen betonen zwar, Stuttgart bleibe zahlungsfähig – doch harte Entscheidungen stünden bevor.

Auslöser der Krise ist ein massiver Rückgang bei den erwarteten Gewerbesteuereinnahmen. Statt der für 2025 prognostizierten 1,2 Milliarden Euro rechnet die Stadt nun nur noch mit 750 Millionen Euro. Dadurch klafft im nächsten Jahr ein Loch von 785 Millionen Euro im Haushalt, und bis 2030 werden weitere jährliche Fehlbeträge erwartet.

Das Rathaus wies Vorwürfe zurück, Stuttgart stehe vor dem "finanziellen Kollaps". Finanzbürgermeister Dr. Peter Pätzold betonte, die Stadt sei zwar stabil, müsse aber schnell handeln. Eine missverständlich formulierte Webseite hatte zuvor für Verwirrung über die Lage gesorgt.

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Um den Haushalt zu konsolidieren, wird Stuttgart große Projekte verschieben, Subventionen streichen und Steuern erhöhen. Der Etat für 2030/2031 soll wieder einen jährlichen Überschuss von 200 Millionen Euro bringen. Ab 2026 wird die Stadt jedoch zusätzlich neue Kredite aufnehmen müssen, um dringende Ausgaben und Investitionen zu finanzieren.

In den nächsten fünf Jahren plant Stuttgart, 2,4 Milliarden Euro zu leihen, um die notwendigen Ausgaben zu decken. Trotz dieser Maßnahmen räumen die Verantwortlichen ein, dass die Schuldenlast auf Rekordniveau noch Jahre anhalten wird.

Die Sparmaßnahmen bedeuten weniger öffentliche Leistungen und höhere Belastungen für die Bürger:innen. Die Kredite helfen zwar, die Lücke zu überbrücken – doch die Rückzahlungen werden langfristig zusätzlichen Druck erzeugen. Ob Stuttgart sich finanziell erholt, hängt davon ab, ob die Ausgaben strikt begrenzt werden und die Steuereinnahmen wieder steigen.