16 December 2025, 12:29

TeamViewer feiert Jubiläum mit KI-Offensive – doch die Aktie stürzt ins Tief

Eine Straße mit Fahrzeugen und Text auf einem Präsentationsfolie.

TeamViewer feiert Jubiläum mit KI-Offensive – doch die Aktie stürzt ins Tief

TeamViewer-Aktie: Jubiläum unter Druck

Teaser: TeamViewer präsentiert zum Jubiläum eine neue KI-Strategie, kämpft aber mit Integrationsproblemen und einer herabgestuften Jahresprognose – der Aktienkurs rutscht auf ein Jahrestief.

16. Dezember 2025, 10:56 Uhr

TeamViewer feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einer neuen KI-Offensive, doch das Unternehmen steht vor wachsenden finanziellen Herausforderungen. Trotz eines Umsatzplus von 8 Prozent im Unternehmenskundengeschäft im dritten Quartal hat die Aktie in diesem Jahr über 41 Prozent verloren und notiert nahe dem 52-Wochen-Tief.

Zudem hat das Unternehmen seine Prognose für wiederkehrende Jahreserlöse auf 780 bis 800 Millionen Euro nach unten korrigiert – ein Schritt, der bei Anlegern für Besorgnis sorgt.

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Die Probleme von TeamViewer sind vielschichtig: Schwierigkeiten bei der Integration der US-Tochter sowie der kürzlich übernommenen Sparte 1E belasten die Performance. Zudem führen makroökonomische Unsicherheiten in den USA zu Verzögerungen bei Vertragsabschlüssen mit Kunden, was das Wachstum zusätzlich bremst.

Auch die langfristigen Aussichten bleiben gedämpft: Für 2026 wird nun nur noch ein Umsatzwachstum von 2 bis 6 Prozent erwartet. Zwar bleibt TeamViewer profitabel – die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei 46 Prozent, und die Nettoverschuldung hat sich leicht verbessert –, doch die gesenkten Ziele verunsichern die Märkte.

Um gegenzusteuern, setzt das Unternehmen auf eine KI-gestützte Neuausrichtung. Dazu gehören der Start eines KI-Assistenten namens Tia sowie der Ausbau autonomer Endgeräteverwaltung. Anleger warten nun gespannt auf die nächsten Quartalszahlen am 10. Februar 2026, um zu sehen, ob die Integrationsbemühungen und Kostensenkungen greifen.

Die Meinungen der Analysten zur Aktie gehen auseinander: Während die Bank of America mit einem Kursziel von 16,30 Euro zum Kauf rät, hat Berenberg sein Ziel auf 11 Euro gesenkt.

Der nächste Geschäftsbericht wird mit Spannung erwartet – insbesondere, ob die KI-Initiativen und Sparmaßnahmen die Aktienperformance stabilisieren können. Zwar bleibt TeamViewer vorerst in der Gewinnzone, doch die gedämpften Wachstumsprognosen und anhaltenden Integrationshürden setzen das Unternehmen weiter unter Druck.