14 March 2026, 06:30

Tierschutzrat fordert Stopp für Qualzucht bei Haustieren – neue Regeln geplant

Ein Buchumschlag mit verschiedenen Tieren, darunter eine Katze, mit begleitendem Text.

Tierschutzrat fordert Stopp für Qualzucht bei Haustieren – neue Regeln geplant

Deutscher Tierschutzrat fordert strengere Regeln für Haustierzucht

Der Deutsche Tierschutzrat hat sich für schärfere Vorschriften in der Haustierzucht ausgesprochen. Die Experten verlangen klarere gesetzliche Definitionen, um die sogenannte Qualzucht zu unterbinden – Zuchtpraktiken, die bei Tieren zu erblich bedingten Leiden führen. Behörden warnen, dass extreme Zuchtziele zugunsten des Aussehens bei Haustieren chronische Gesundheitsprobleme zur Folge haben können.

Das Tierschutzgesetz verbietet bereits die Zucht von Tieren, wenn deren Nachkommen voraussichtlich unter erblichen Defekten leiden werden. Kritiker monieren jedoch, dass das Gesetz keine konkreten Kriterien dafür nennt, wann eine Zucht als unzulässige Qualzucht einzustufen ist. Staatssekretärin Sabine Kurtz betonte die Dringlichkeit des Themas und wies darauf hin, dass betroffene Tiere oft hohe Tierarztkosten verursachen und früh sterben.

Der Tierschutzrat, der das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz berät, drängt auf verschärfte Regelungen. Er warnt, dass die Zucht übertriebener Schönheitsmerkmale – wie flacher Gesichter oder übergroßer Körper – zu lebenslangen Schmerzen und Gesundheitsstörungen führen kann. Zwar wurden in Deutschland bisher keine bestimmten Hunderassen oder Zuchtlinien offiziell benannt, doch der Rat rät zukünftigen Haustierbesitzern, sich vor dem Kauf eines Tieres über mögliche Risiken der Qualzucht zu informieren.

Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, rechtliche Grauzonen zu schließen und Tiere vor vermeidbarem Leid zu schützen. Präzisere Formulierungen im Tierschutzgesetz könnten helfen, Zuchtpraktiken zu verhindern, die das Aussehen über die Gesundheit stellen. Die Behörden setzen weiterhin auf Aufklärung, um verantwortungsvolle Haustierhaltung zu fördern.

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