Trigema-Erbin Grupp fordert ausgewogene Steuerpolitik und warnt vor Bonus-Illusionen
Gretel BirnbaumTrigema-Erbin Grupp fordert ausgewogene Steuerpolitik und warnt vor Bonus-Illusionen
Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat sich zu Steuerpolitik und Mitarbeiterprämien geäußert. Zwar befürwortet sie eine moderate Erhöhung des Spitzensteuersatzes, kritisiert jedoch aktuelle Regierungsmaßnahmen. Gleichzeitig warnt sie vor steigenden Arbeitskosten für Unternehmen.
Grupp bezeichnete eine leichte Anhebung des Spitzensteuersatzes als vertretbar – vorausgesetzt, sie wird durch Entlastungen für Steuerzahler ausgeglichen. Betont habe sie, dass Änderungen vermeiden müssten, gut Verdienende unangemessen zu belasten.
Gleichzeitig übt sie scharfe Kritik am kürzlich beschlossenen steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Beschäftigte. Das Programm wecke ihrer Meinung nach unrealistische Erwartungen und stelle im Kern eine Umverteilung auf Kosten anderer dar. Solche Maßnahmen könnten Lohnstrukturen verzerren, ohne die eigentlichen wirtschaftlichen Probleme zu lösen, warnt Grupp.
Besorgnis äußert sie auch über die wachsenden Lohnnebenkosten, die für Arbeitgeber zunehmend zur Belastung werden könnten. Ob Trigema den Bonus den eigenen Mitarbeitern gewähren wird, hat sie noch nicht entschieden. Das Unternehmen prüft derzeit die finanziellen und betrieblichen Auswirkungen der Regelung.
Grupps Haltung zeigt eine abwägende Position in Steuerfragen wie bei Mitarbeiteranreizen: Während sie gezielte Steueranpassungen unterstützt, steht sie kurzfristigen Bonusprogrammen skeptisch gegenüber. Eine endgültige Entscheidung über die Teilnahme Trigemas am Prämienmodell steht noch aus.






