Uli Hoeneß provoziert mit Veganer-Kritik – PETA kontert mit ungewöhnlicher Einladung
Gretel BirnbaumUli Hoeneß provoziert mit Veganer-Kritik – PETA kontert mit ungewöhnlicher Einladung
Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit seiner Kritik an veganen Ernährungsweisen als langfristig schädlich eine Debatte ausgelöst. Seine Äußerungen zogen eine Reaktion von PETA Deutschland nach sich, das ihn nun einlädt, im Rahmen seines Programms Veganstart einen pflanzlichen Lebensstil auszuprobieren. Der Austausch findet vor dem Hintergrund wachsender gesundheitlicher Bedenken gegenüber dem Fleischkonsum statt.
Hoeneß, der selbst eine Vorgeschichte mit Herzproblemen und Bluthochdruck hat, bezeichnete Veganer als übermäßig militant in ihren Überzeugungen. Er behauptete, dass pflanzliche Ernährung die Menschen auf Dauer krank mache. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu Studien, die den Verzehr von Fleisch und Milchprodukten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringen.
Harald Ullmann, stellvertretender Vorsitzender von PETA Deutschland, hat Hoeneß nun aufgefordert, seine Haltung zu überdenken. Die Organisation hofft, dass er sich für eine vegane Ernährung entscheidet, und verweist dabei auf mögliche gesundheitliche Vorteile. PETA hat Hoeneß eingeladen, an der Initiative Veganstart teilzunehmen, die Interessierte einen Monat lang beim Umstieg auf pflanzliche Kost begleitet.
Die Diskussion über Fleischkonsum ist nicht neu. Bereits 2014 hatte Christian Rauffus, Geschäftsführer des Fleischproduzenten Rügenwalder Mühle, Wurstware mit den Worten "die Zigarette der Zukunft" verglichen. Unterdessen führt die Familie Hoeneß ihr eigenes Wurstunternehmen, HoWe Wurstwaren, weiter – unter der Leitung seiner Kinder. Sabine Hoeneß fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin, während ihr Bruder Florian die alleinige Prokura für das Unternehmen innehat.
Hoeneß' gesundheitliche Probleme und die Verbindungen seiner Familie zur Fleischindustrie verleihen der Debatte zusätzliches Gewicht. PETAs Einladung unterstreicht die anhaltende Diskussion über Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Ob Hoeneß die Herausforderung annimmt, bleibt abzuwarten.






