Vermisster Schafhirte nach vier Jahren in den Alpen tot aufgefunden
Gretel BirnbaumKnochenfund in den Alpen: Verlorengegangener Deutscher tot aufgefunden - Vermisster Schafhirte nach vier Jahren in den Alpen tot aufgefunden
Im österreichischen Teil der Alpen wurden die sterblichen Überreste eines deutschen Wanderers gefunden, der seit 2021 vermisst wurde. Der 54-jährige Schafhirte, ursprünglich aus Stuttgart, war im Rätikon-Gebirge nahe der schweizerisch-österreichischen Grenze spurlos verschwunden. Sein Verschwinden löste eine großangelegte Suchaktion aus, die später erfolglos abgebrochen werden musste.
Der Mann war zuletzt im September 2021 gesehen worden, als er sich zu einer Wanderung in der hochalpinen Region aufmachte. Er hatte als Schafhirte gearbeitet und seine Tour begonnen, nachdem das Vieh am Saisonende von den Bergen ins Tal getrieben worden war. Die Behörden leiteten eine Suche ein, doch das unwegsame Gelände und die widrigen Wetterbedingungen zwangen sie, die Maßnahmen nach wenigen Wochen einzustellen.
Vier Jahre später entdeckten Wanderer in der Nähe von Vandans in Österreich in etwa 2.300 Metern Höhe am Verajoch einen alten Bergschuh und menschliche Überreste. Die Gegend ist für ihre steilen Felswände und tiefen Spalten bekannt, die die Orientierung extrem gefährlich machen. Die österreichische Polizei ging davon aus, dass der Mann abgestürzt war – eine spätere DNA-Analyse bestätigte, dass es sich um seine Überreste handelte.
Laut den jährlichen Berichten der Alpenrettungsteams verschwinden in den Alpen zwischen der Schweiz und Österreich jedes Jahr Dutzende Wanderer und Bergsteiger. Die Bergungsbemühungen variieren je nach Region und Jahreszeit, und manche Fälle bleiben jahrelang ungeklärt.
Der Fund bringt nun Klarheit in einen seit 2021 offenen Fall. Durch die DNA-Analyse konnte der Mann identifiziert werden, wodurch sein Schicksal nach Jahren der Ungewissheit bestätigt wurde. Der Ort, an dem er gefunden wurde, unterstreicht die anhaltenden Gefahren der hochalpinen Umgebung.
