VfB Stuttgart wagt Rebranding: Neues Motto, altes Erbe bleibt
VfB Stuttgart präsentiert großes Rebranding – Tradition bleibt erhalten
Der VfB Stuttgart hat ein umfassendes Rebranding vorgestellt, dabei aber zentrale Elemente seiner Identität bewahrt. Die berühmten Trikots mit dem roten Streifen, das Wappen und die Vereinsfarben bleiben unverändert. Dennoch markieren ein neues Motto und ein überarbeitetes Logo einen Einschchnitt in der Tradition des historischen Clubs.
Die auffälligste Veränderung ist die Abschaffung des langjährigen Leitspruchs "Furchtlos und treu". Dieser Bezug zum Königreich Württemberg war vor allem mit den "Jungen Wilden" verbunden, die 2006/07 die Bundesliga-Meisterschaft gewannen. Doch die historische Verwendung durch die Nationalsozialisten – insbesondere im Zusammenhang mit Eintracht Frankfurt während der NS-Zeit – sorgte seit Jahrzehnten für Diskussionen. Vereine wie Rhenania Jena führten den Spruch nach der Wiedervereinigung wieder ein, doch Stuttgart hat sich nun für einen Neuanfang entschieden.
Das neue Vereinsmotto "Zusammen voran" ersetzt die alte Parole. Zudem wurde ein frisches Logo eingeführt, das ein Steckenpferd zeigt – eine Hommage an die städtischen Traditionen. Eine neue "Concordia"-Schriftart und das Gründungsdatum des Clubs modernisieren das Design.
Trotz der Änderungen bleibt die Bezeichnung "Württemberger" für die Stuttgarter und ihr Team erhalten. Der Verein betont, dass die Kernidentität – einschließlich der ikonischen rot-weißen Streifen – unangetastet bleibt.
Das Rebranding steht für einen Spagat zwischen Tradition und Wandel. Stuttgart behält seine klassischen Farben und den Spitznamen bei, setzt aber auf ein neues Motto und Logo. Die Entscheidung, "Furchtlos und treu" fallen zu lassen, reiht sich in die aktuelle Debatte über historische Symbole im deutschen Fußball ein.