01 May 2026, 22:14

Vom Hexentanz zum Maibaum: Wie der Mai Traditionen und Frühlingsgefühle weckt

Gruppe von Menschen in Hexenkostümen, die über ein Kopfsteinpflasterstraße gehen und schwarze und lila Kleider und Hüte tragen, einige halten Fahnen, mit einem Geländer auf der linken Seite und Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Vom Hexentanz zum Maibaum: Wie der Mai Traditionen und Frühlingsgefühle weckt

Der Mai läutet den wahren Frühling ein – mit wärmeren Tagen, blühenden Blumen und einer Fülle von Bräuchen, die von uralten Festen bis zu modernen Feiern reichen. In Deutschland wird der Übergang von der kühlen Aprilfrische zur Maiwärme mit lebendigen Traditionen und historischen Erinnerungen begangen.

Der Wechsel von April zu Mai ist oft eindrucksvoll: Während der April noch mit kalten Winden und kahlen Bäumen zögert, explodiert der Mai förmlich in Sonnenschein und Blütenpracht. Schon die Römer ehrten diesen Wandel mit dem Floralia-Fest (28. April bis 3. Mai), das die Rückkehr des Frühlings feierte.

Besondere Bedeutung kommt der Nacht vom 30. April zu. Als Walpurgisnacht bekannt, besagt der Volksglaube, dass sich an diesem Abend Hexen auf dem Brocken im Harz versammeln. Gleichzeitig feiern Städte den „Tanz in den Mai“ – mit Musik und Tanz wird der Wonnemonat begrüßt.

Der 1. Mai selbst ist ein gesetzlicher Feiertag, der Tag der Arbeit, der an einen Arbeiterprotest in Australien im Jahr 1856 erinnert. In Berlin erhält der Tag eine politische Note: Im Stadtteil Kreuzberg ziehen linke Demonstrationen durch die Straßen, während in Parks Open-Air-Raves stattfinden. Historische Führungen erinnern zudem an die rebellische Vergangenheit des Viertels.

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Ein zentrales Symbol der Maibräuche ist der Maibaum. In Dörfern wird er aufgerichtet und bunt geschmückt – Anlass für Tanzfeste –, während in alpinen Regionen Kletterwettbewerbe daran ausgetragen werden. Eine weitere Tradition ist der „Liebesmai“: Unverheiratete Männer stellen ihren Auserwählten kleine Maibäumchen vor die Haustür.

Der Mai verbindet Alt und Neu – von heidnischen Sagen bis zu politischen Kundgebungen. Seine Bräuche, ob das Tanzen um den Maibaum oder die Teilnahme an einer Berliner Demo, spiegeln seine Doppelnatur als jahreszeitlicher und kultureller Wendepunkt. Für viele bleibt er eine Zeit, in der Erneuerung, Gemeinschaft und die Freude am Frühling gefeiert werden.

Quelle