10 March 2026, 08:12

Vom "Hitler von Köln" zum Aufklärer: Axel Reitz bricht sein Schweigen

Ein Mann in einem schwarzen Blazer und Brille steht an einem Podium mit zwei Mikrofonen, einem Glas Wasser, einem Buch und einem blauen Tuch und hält eine Rede vor einer hölzernen Wand.

Vom "Hitler von Köln" zum Aufklärer: Axel Reitz bricht sein Schweigen

Axel Reitz, einst eine führende Figur der rechtsextremen Szene in Köln, berichtet inzwischen in öffentlichen Vorträgen über seine Vergangenheit. Schon seit seinen frühen Teenagerjahren als "Hitler von Köln" bekannt, spricht er heute offen über seine Erlebnisse – wie kürzlich an einer Schule in Memmingen, wo er von seinem Ausstieg aus der Extremismus-Szene erzählte.

Am 15. April 2026 nahm Reitz an einer Lesung in Laichingen teil, bei der er sein Buch Ich war der Hitler von Köln vorstellte. In der Autobiografie schildert er seine Jahre in der rechtsextremen Szene und seinen späteren Bruch mit der Ideologie.

Nur wenige Tage später war er zu Gast an der Fachober- und Berufsoberschule (FOS/BOS) in Memmingen. In einem burgunderfarbenen Sakko und Pullover beantwortete er Fragen der Schülerinnen und Schüler zu seiner Vergangenheit. Hinter ihm zeigte eine Großleinwand ein altes Foto: ein blasser junger Mann mit gegeltem blondem Haar in einer schwarzen Lederjacke – beschriftet mit dem Titel seines Buches.

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Reitz ging im direkten Austausch mit dem Publikum auf seine Radikalisierung ein und erklärte, was ihn zum Umdenken brachte. Die Veranstaltung sollte Jugendlichen anhand seiner persönlichen Erfahrungen die Gefahren des Extremismus vor Augen führen.

Mit seinen Auftritten unterstreicht Reitz seinen Wandel vom Extremisten zum Aufklärer. Sein Buch und seine Vorträge bieten einen ungeschminkten Einblick in das Leben innerhalb – und jenseits – rechtsextremer Strukturen. Schulen und Veranstalter laden ihn weiterhin ein, um im Rahmen der Präventionsarbeit gegen Radikalisierung zu informieren.

Quelle