Vom Münchner Markus zum Samurai-Meister: Ōtsukas Rückkehr nach Lengenwang

Oswin Bolander
Oswin Bolander
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Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung eines Samurai im traditionellen japanischen Stil, das viele Details und leuchtende Farben zeigt und auf einem weißen Hintergrund liegt.Oswin Bolander

Vom Münchner Markus zum Samurai-Meister: Ōtsukas Rückkehr nach Lengenwang

Ryūnosuke Ōtsuka, Meister der traditionellen Samurai-Schule Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō, hat den Hauptsitz seiner Schule erneut verlegt – diesmal von München nach Lengenwang, den Stammsitz seiner Familie. Der Umzug markiert einen weiteren Schritt in seinem lebenslangen Einsatz für die Bewahrung und Verbreitung authentischer Samurai-Traditionen in Europa.**

Geboren als Markus Lösch in München, begann sein Weg weitab von den Kampfkünsten. Jahrzehnte später leitet er heute eine wachsende Schule mit fast 50 Schülern, die unter seiner Anleitung trainieren.

Ōtsukas Weg zum Samurai-Meister begann mit einer kindlichen Faszination für Japan. Ursprünglich träumte er davon, Schriftsteller zu werden, doch später entdeckte er die japanischen Kampfkünste und begann mit Kendō und Iaidō. Seine Neugier vertiefte sich, und mit 18 Jahren zog er nach Japan, um sich voll und ganz dem Lebensweg der Samurai zu widmen.

Dort traf er auf Ōtsuka Yōichirō, den damaligen Oberhaupt der Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō-Schule, der zu seinem Mentor wurde. Unter Yōichirōs Anleitung eignete er sich die Disziplin an und übernahm 2016 schließlich die Führung der Schule. Seitdem hat er ihren Einfluss erweitert und Zweige in mehreren Ländern gegründet.

2025 verlegte er den Hauptsitz der Schule nach Deutschland – begründet mit der wachsenden Nachfrage nach traditionellen japanischen Künsten in Europa. Nun in Lengenwang ansässig, plant er, sein Anwesen in ein kulturelles Zentrum umzuwandeln. Das Gelände soll ein Freiluft-Dōjō, einen japanischen Schrein und traditionelle Bäder umfassen. Über das Training hinaus möchte er durch Matsuri – japanische Straßenfeste – Gemeinschaft stärken und Respekt sowie gemeinsames Erbe feiern.

Stand März 2026 trainieren rund 45 Schüler regelmäßig in der Schule in Lengenwang. Ihr Fokus liegt auf der Beherrschung der authentischen Techniken und Philosophie der Samurai-Tradition unter Ōtsukas Leitung.

Der Umzug nach Lengenwang unterstreicht Ōtsukas Engagement für die Bewahrung der Samurai-Kultur in Europa. Sein Anwesen wird sowohl Trainingsstätte als auch kulturelles Zentrum sein – eine Verbindung aus kampfkünstlerischer Disziplin und Gemeinschaftsveranstaltungen. Mit fast 50 aktiven Schülern wächst die Schule weiter unter seiner Führung.

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