30 March 2026, 22:13

Wärmewende in Baden-Württemberg: Vier Gemeinden starten fossilefreie Zukunft bis 2040

Stadtpanorama mit Gebäuden im Vordergrund und einem blauen Himmel im Hintergrund, das Solarpanels auf einem Dach zeigt.

Wärmewende in Baden-Württemberg: Vier Gemeinden starten fossilefreie Zukunft bis 2040

Baden-Württemberg treibt die Wärmewende voran: Vier Gemeinden finalisieren derzeit ihre Pläne für klimaneutrale Wärmeversorgung. Ab Oktober touren Pop-up-Studios durch die Region, um Bürgerinnen und Bürger über die anstehenden Veränderungen zu informieren. Parallel startet am 17. September eine öffentliche Befragung, die Erfahrungen und Bedenken der Bevölkerung sammelt.

Bis März 2026 werden mindestens vier Städte – Owen, Dettingen, Bissingen und Willstätt – ihre Wärmewende-Konzepte verabschiedet haben. Die Dokumente skizzieren Maßnahmen wie Machbarkeitsstudien, Öffentlichkeitskampagnen und den Ausbau bestehender Wärmenetze. Einige Gemeinden setzen zudem auf den Ausbau von Wärmepumpen, um fossile Heizsysteme zu ersetzen.

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Die Umstellung ist dringend notwendig: Aktuell basieren noch über 73 Prozent der Wärmeversorgung in der Region auf Öl und Gas. Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen, muss dieser Anteil auf null sinken. Doch es gibt Hürden: 90 Prozent der Kommunen nennen fehlende Finanzmittel als größtes Hindernis, 66 Prozent klagen über Personalmangel und 88 Prozent fordern klarere rechtliche Rahmenbedingungen.

Um die Bevölkerung einzubinden, startet am 17. September die partizipative Erhebung "Wie heizen Sie?" Die Plattform CrowdNewsroom sammelt dabei Erfahrungen und Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Begleitend läuft eine Online-Umfrage unter dem Titel "Druck im System: Wie betrifft mich die Wärmewende?".

Ab Oktober machen Pop-up-Studios in drei Städten Station: Den Auftakt bildet Stuttgart vom 14. bis 22. Oktober, es folgen Vaihingen an der Enz (28. bis 31. Oktober) und Lörrach (4. bis 8. November). Vor Ort gibt es Informationen und Diskussionsmöglichkeiten zu den Auswirkungen der Wärmewende auf Haushalte.

Die Wärmewende gewinnt an Fahrt – in mehreren Gemeinden liegen nun konkrete Pläne vor. Mit Pop-up-Studios und Bürgerbefragungen sollen die Menschen aktiv in den Prozess einbezogen werden. Doch finanzielle Engpässe und Personalmangel könnten den Fortschritt bremsen, während die Kommunen auf das Ziel einer fossilenfreien Wärmeversorgung bis 2040 hinarbeiten.

Quelle