Wartburgkreis übernimmt 2026 volle Verantwortung für das St. Georg-Krankenhaus Eisenach
Oswin BolanderWartburgkreis übernimmt 2026 volle Verantwortung für das St. Georg-Krankenhaus Eisenach
Der Kreistag des Wartburgkreises hat einstimmig einen neuen strategischen Plan für die Krankenhäuser in der Region verabschiedet. Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt der Landkreis die volle Trägerschaft und Verantwortung für das St. Georg-Krankenhaus Eisenach, das bisher von kirchlichen Trägern betrieben wurde. Mit diesem Schritt soll die langfristige medizinische Versorgung der Bevölkerung gesichert werden.
Am Dienstag stimmte der Kreistag dem „Strategischen Plan für die Krankenhäuser im Wartburgkreis“ zu. Das Papier sieht eine klare Aufteilung der medizinischen Versorgung vor und teilt den Wartburgkreis in eine nördliche und eine südliche Region ein. Jeder Bereich erhält ein leistungsstarkes Schwerpunktkrankenhaus als Zentrum.
Sowohl das St. Georg-Krankenhaus Eisenach als auch das Krankenhaus Bad Salzungen bleiben unter kommunaler Trägerschaft erhalten. Beide Standorte behalten eine zentrale Notaufnahme und fungieren als erweiterte Notfallversorgungsstätten. Zudem ist eine abgestimmte Spezialisierung vorgesehen, bei der zertifizierte Zentren und Schlüsselangebote erhalten und ausgebaut werden.
Der Kreistag wählte außerdem neue Mitglieder für die Aufsichtsräte der St. Georg-Krankenhaus Eisenach gGmbH und der GFG. Dr. Michael Brodführer, Lars Bergmann, Tim Schnitger und Michael Klostermann werden dem Aufsichtsrat der St. Georg-Krankenhaus Eisenach gGmbH angehören. In dem Strategiepapier wird zudem der Freistaat Thüringen aufgefordert, die ländliche Gesundheitsversorgung zu unterstützen.
Der Plan stellt sicher, dass beide Krankenhäuser künftig nach einer gemeinsamen Strategie zusammenarbeiten. Zugängliche und nachhaltige medizinische Leistungen sollen so im gesamten Wartburgkreis fortgeführt werden. Die Änderungen treten in vollem Umfang in Kraft, sobald der Landkreis Mitte 2026 die Trägerschaft übernimmt.
