09 May 2026, 04:09

Warum Berlins Linkssteher auf Rolltreppen für Ärger sorgen

Eine Treppe in einer U-Bahn-Station mit einem "Reise, wenn du wagst"-Schild oben, flankiert von Geländern und sichtbaren Stationswänden.

Warum Berlins Linkssteher auf Rolltreppen für Ärger sorgen

Berlins Rolltreppen folgen einer ungeschriebenen Regel: Stehen bleibt rechts, Gehen links. Dieses einfache System sorgt in einer hektischen Stadt für reibungslose Abläufe. Doch wer sich nicht daran hält, sorgt schnell für Verärgerung.

Das Problem geht von den sogenannten Linksstehern aus – jenen, die die schnelle Spur blockieren, indem sie einfach auf der linken Seite stehen bleiben. Für viele stört diese kleine Geste den Fluss der eiligen Pendler. Wie ein aktueller Kommentar argumentiert, verursachen diese Regelbrecher unnötige Verzögerungen in einer Stadt, in der Zeit oft knapp bemessen ist.

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Der Autor verweist zudem auf einen tieferen Kontrast in Berlins Kultur: Während die einen durchs Leben hetzen, wirken andere gleichgültig gegenüber dem Tempo um sie herum. Die Linkssteher werden so zum Symbol dieser Kluft. Ihr Beharren auf der falschen Seite zwingt andere, abzubremsen oder sich mühsam vorbeizudrängeln – und das löst Ärger aus.

Eine einfache Lösung liegt auf der Hand: Wer unbedingt stehen will, sollte stattdessen die Treppe nehmen. Das würde die Rolltreppe für alle freimachen, die schneller vorankommen müssen, und den Rhythmus der Stadt bewahren.

Die Debatte um die Linkssteher offenbart eine kleine, aber hartnäckige Spannung im städtischen Zusammenleben. Wer Rolltreppen-Knigge ignoriert, mag das für eine Lappalie halten – doch im Alltag summieren sich solche Momente zu ständiger Reiberei. Vorerst bleibt den Berlinern nichts anderes übrig, als sich anzupassen – oder sich weiter an denjenigen vorbeizuschlängeln, die ihnen im Weg stehen.

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