Warum die Welt von Meinungen überflutet wird – und wie wir sie stoppen könnten
Selma SchmiedtWarum die Welt von Meinungen überflutet wird – und wie wir sie stoppen könnten
Überall scheinen heutzutage Meinungen im Umlauf zu sein. Von Talkshows bis hin zu Online-Foren – Menschen und selbst die Natur teilen ihre Ansichten zu jedem erdenklichen Thema mit. Allein in der vergangenen Woche hörte der Autor vehemente Standpunkte zum Nahostkonflikt, zu Windrädern und zu veganen Torwarthandschuhen. Der unaufhörliche Strom an Meinungen zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Manche scherzen sogar, die Welt werde sie nie ausgehen.
Eine Theorie besagt, dass Menschen in der Natur Trost suchen, weil sie kein Urteil fällt. Doch der Autor stellt sich eine Welt vor, in der die Natur zurückschlägt: Das Mittelmeer sortiert Urlauber nach ihrem Verhalten, ein Schlafzimmer-Kaktus, Mücken und Sonnenblumen äußern ihre eigenen Gedanken über die Menschheit.
Meinungen für sich zu behalten, wirkt heute fast wie ein Tabu. Der Autor schlägt eine einfache Regel vor, um das Meinungsgewirr einzudämmen: Jeder sollte sich auf nur drei Meinungen pro Tag beschränken. Skeptisch bleibt er hingegen gegenüber achtsamem Atmen als Lösung. Ob sich die Idee einer täglichen Meinungsbegrenzung durchsetzt, bleibt offen. Eines ist jedoch sicher: Der Strom der Ansichten fließt ungebremst weiter.
