Wasserstoff-Konferenz in Ulm: Wie die Industrie klimaneutral wird
Gretel BirnbaumWasserstoff-Konferenz in Ulm: Wie die Industrie klimaneutral wird
Konferenz zu Wasserstoff-Hochskalierung in Ulm: Experten diskutieren praktische Lösungen für die Industrie-Entkarbonisierung
Am Donnerstag fand im Ulmer Rathaus eine Konferenz zur Ausweitung der Wasserstofftechnologie statt. Veranstaltet vom Verein H2-Wandel, der IVECO Deutschland AG und lokalen Partnern, brachte die Veranstaltung Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Forschung zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Wasserstoff zu einer praxistauglichen Lösung für die industrielle Dekarbonisierung in der Region werden kann.
Die H2-Wandel-Fachkonferenz wurde in Kooperation mit dem Regionalen Wasserstoff-ExpertenDialog durchgeführt, einer Initiative der Plattform H2BW und des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Unter den Teilnehmenden waren Vertreter von Unternehmen wie IVECO Deutschland AG, EKPO Fuel Cell Technologies und SCHWENK Zement sowie Politiker:innen und Wissenschaftler:innen. Die Diskussionen konzentrierten sich auf konkrete Herausforderungen, regionale Bedürfnisse und die Beschleunigung der Wasserstoffnutzung in der Industrie.
Im Anschluss an die Hauptveranstaltungen öffnete im IVECO Experience Center eine zweite, öffentlich zugängliche Veranstaltung. Dort wurde in einer kleinen Ausstellung Innovationen und Fachwissen zur Skalierung von Wasserstoff präsentiert. Die Besucher:innen informierten sich über praktische Lösungen und knüpften Kontakte zu Branchenvertreter:innen. Oberbürgermeister Martin Ansbacher betonte das hohe Engagement und unterstrich die Notwendigkeit stabiler politischer Rahmenbedingungen. Zudem lobte er den kooperativen Geist als entscheidend, um Wasserstoff-Ideen in marktfähige Anwendungen zu überführen. Michael Bächler, Geschäftsführer von H2-Wandel, ergänzte, dass eine lokale Wasserstoffproduktion tiefgreifende Wertschöpfungsketten schaffen könne – zum Vorteil regionaler Unternehmen durch Technologieentwicklung und Exporte.
Die Konferenz unterstrich das Potenzial von Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für die wirtschaftliche Dekarbonisierung. Unternehmen, Forscher:innen und Verantwortliche aus der Politik erhielten klare Einblicke in die Hochskalierung von Produktion und Anwendungen. Die nächsten Schritte hängen von einer fortgesetzten Zusammenarbeit und unterstützenden politischen Maßnahmen ab.
