07 May 2026, 16:27

Weißstörche auf Strommasten: Gefährliche Nester bedrohen Stromversorgung in Südhessen

Zwei Weißstörche auf einem Nest auf einem Strommast sitzend, mit einer Straßenlaterne, die sie beleuchtet, und Drähten, die am Mast entlanglaufen.

Weißstörche auf Strommasten: Gefährliche Nester bedrohen Stromversorgung in Südhessen

Weißstörche sorgen in Südhessen für wachsende Sorgen, da immer mehr der Vögel ihre Nester auf Hochspannungsmasten bauen. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die Tiere selbst, sondern auch die Stromversorgung der Region. Netzbetreiber ergreifen nun Maßnahmen, um Unfälle und Stromausfälle zu verhindern.

Die Zahl der Weißstörche in Hessen ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Viele brüten inzwischen auf Strommasten – besonders in den Kreisen Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig. Im Rhein-Main-Gebiet, vor allem rund um Hochheim und Wallau, sind die Vögel besonders häufig zu finden.

Die oft mehrere hundert Kilogramm schweren Nester belasten die Stabilität der Strominfrastruktur. Geraten sie in Brand, können sie Stromausfälle auslösen. Auch für die Störche selbst besteht Lebensgefahr, etwa durch Stromschlag oder Kollisionen mit Leitungen.

Netzbetreiber haben bereits verschiedene Abschreckungsmethoden ausprobiert – allerdings mit begrenztem Erfolg. Die Vögel kehren Jahr für Jahr an dieselben Brutplätze zurück. Werden Nester entfernt, installiert man ballonartige Abschreckvorrichtungen, um sie fernzuhalten. Windbetriebene Geräte an den Masten zeigen erste Erfolge, um die Störche vom Nestbau abzuhalten.

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Das Problem beschränkt sich nicht auf Stromleitungen: Auch auf Bahninfrastruktur nisten die Störche zunehmend, beschädigen Oberleitungen und behindern den Zugverkehr.

Mit dem Wachstum der Weißstorchpopulation steigen die Risiken für Tier und Technik. Energieunternehmen testen weiterhin Abschreckmethoden, um die Vögel zu schützen und die Stromversorgung stabil zu halten. Gleichzeitig kämpfen Bahnbetreiber mit ähnlichen Herausforderungen, um Gleise und Leitungen nestfrei zu halten.

Quelle