WM-Fieber löst globalen Wetttourismus und skurrile Glücksrituale aus
Die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft hat weltweit einen regelrechten Wetttourismus ausgelöst. Selbst die Halle 4 wurde kurzerhand in eine provisorische Wettannahmestelle umfunktioniert, um die schiere Flut an Wetten zu bewältigen. Fans setzen auf alles – von Spielausgängen über Lebensmittel bis hin zu Treibstoff und Reifen.
Das Eröffnungsspiel Deutschlands gegen Curaçao endete mit einem deutlichen 7:1-Sieg. Der Autor dieses Berichts hatte allein 37 Wetten auf das Ergebnis laufen – ein Beweis dafür, wie hoch die Einsätze sein können. Manche Fans gehen noch weiter und versuchen, mit Gebeten das Spielgeschehen zu beeinflussen. Der Autor bezahlte sogar seine Tochter, damit sie für den Sieg der deutschen Mannschaft betet.
Doch nicht jedes Gebet wird erhört, wie einst Franck Ribéry aus Frankreich schmerzlich erfahren musste. Trotz der inbrünstigen Hoffnungen gläubiger Nationen hat noch keine von ihnen jemals den WM-Pokal in die Höhe stemmen können. Die Wettleidenschaft ist so groß, dass während des Turniers niemand eine Pause einlegt. Pro Spiel werden mehr als drei Dutzend Wetten abgeschlossen.
Die Weltmeisterschaft ist längst zu einem Zentrum für Wetten aller Art geworden. Die Wettbüros platzen aus allen Nähten, und die Fans probieren jede erdenkliche Taktik aus, um zu gewinnen. Der Einfluss des Turniers auf den Alltag ist unübersehbar – für viele prägen Wetten und Gebete das Erlebnis.
