29 April 2026, 02:24

Berliner Band Tulpe provoziert mit Wal-Song die Netzgemeinde

Zeichnung eines Wals, der in Wasser mit Eisbergen im Hintergrund schwimmt und Text unten.

Berliner Band Tulpe provoziert mit Wal-Song die Netzgemeinde

Berliner Rockband löst mit satirischem Song über den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee Debatten aus

Die Band Tulpe aus Berlin hat mit ihrem Lied Sprengt den Wal für Furore gesorgt – einer sarkastischen Hommage an den im Baltikum gestrandeten Buckelwal. Der Track ist viral gegangen und sorgt online sowohl für Gelächter als auch für empörte Kritik.

Die Musiker veröffentlichten den Song, nachdem der Wal – von Nutzern liebevoll "Timmy" oder "Hoffnung" getauft – wochenlang eines der meistdiskutierten Themen in den sozialen Medien war. Auf Plattformen wie TikTok und Instagram überschlugen sich die Memes, während andere Politiker für ihr Krisenmanagement in der Sache scharf angingen.

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Die provokanten Zeilen wie "Sprengt den Wal, macht ihn einfach weg, lasst es Wal-Salami und -Schnitzel regnen" oder "Fragt doch mal Donald Trump, ob er ihn nicht einfach wegsprengen kann" sorgten für besondere Aufmerksamkeit. Ursprünglich als lockere Idee begonnen, fügte die Band nach über 1,5 Millionen Aufrufen an einem einzigen Tag schnell eine zweite Strophe hinzu. Das Musikvideo auf ihrem Instagram-Kanal verzeichnet mittlerweile rund 4,6 Millionen Klicks.

Die Reaktionen fallen gespalten aus: Manche Fans feiern den Text als genialen Humor, andere empfinden ihn als geschmacklos. Sänger Joachim Förster gibt unumwunden zu, dass Tulpe mit ihrer Musik oft aktuelle Themen aufgreift – was nicht selten kontroverse Diskussionen auslöst. "Als Rockmusiker gehört es einfach dazu, auch mit Gegenwind umgehen zu können", so Förster.

Der Wal, von manchen als Symbol für die uralte, unberührte Natur der Erde gesehen, hat bereits unzählige KI-generierte Parodien inspiriert. Bereits zuvor hatte eine satirische Website namens Whale-O-Matic Nutzer dazu eingeladen, die Rettungsbemühungen mit eigenen, überzeichneten Meinungen zu persiflieren.

Mit dem Release des Songs heizt Tulpe die ohnehin schon hitzige Online-Debatte um den gestrandeten Wal weiter an. Der Track hat dem Tier nun auch einen festen Platz in der Popkultur beschert – und sorgt dafür, dass die Diskussion nicht so schnell abebbt. Die Band selbst lässt sich von der gemischten Resonanz jedenfalls nicht beirren: Für sie ist Kontroverse schlicht Teil des kreativen Prozesses.

Quelle