Freiwillige helfen Landwirten im Südschwarzwald gegen Wolfs-Herausforderungen
Oswin BolanderFreiwillige helfen Landwirten im Südschwarzwald gegen Wolfs-Herausforderungen
Rund 30 Freiwillige haben kürzlich an einer Weidehilfe-Aktion im Südschwarzwald teilgenommen. Das Projekt sollte Landwirte entlasten, die durch neue Schutzmaßnahmen nach der Rückkehr der Wölfe in die Region zusätzliche Arbeit bewältigen müssen. Die Organisatoren sprachen von einer überwältigenden Resonanz – die Plätze waren innerhalb kürzester Zeit vergeben.
Die Helferinnen und Helfer, darunter Studierende und erfahrene Aktivistinnen und Aktivisten, arbeiteten auf zwei Höfen in Lenzkirch und Elzach-Yach. Zu ihren Aufgaben gehörten das Reparieren von Zäunen, das Freischneiden von Bewuchs sowie die Verstärkung von Weidetoren, um die Flächen für die Beweidungssaison 2026 vorzubereiten. Neben der praktischen Arbeit erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Wolfsmonitoring-Praxis und die aktuellen Entwicklungen in der Region.
Die Aktion war Teil eines größeren Herdenschutzprojekts. Ziel war es, die Belastung der Landwirte zu verringern und gleichzeitig die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Öffentlichkeit zu stärken. Die Organisatoren betonten, dass das Angebot keinen Ersatz für professionelle Arbeitskräfte darstelle, sondern vielmehr das bürgerschaftliche Engagement und die Unterstützung traditioneller Beweidungsmethoden in den Fokus rücke.
Das Interesse am Programm war groß, die Plätze waren schnell vergeben. Die Vielfalt der Freiwilligen spiegelte ein breites öffentliches Bewusstsein für die Herausforderungen der heimischen Landwirtschaft wider.
Das Projekt bot den Landwirtinnen und Landwirten konkrete Hilfe bei der Bewältigung der gestiegenen Anforderungen durch die Wolfsschutzvorgaben. Die Freiwilligen sammelten ihrerseits praktische Erfahrungen in der Nutztierhaltung und im Wildtiermonitoring. Gleichzeitig förderte die Initiative die Zusammenarbeit zwischen ländlichen Gemeinden und denjenigen, die sie unterstützen möchten.






