21 March 2026, 14:12

Kölner Stadttore werden dank Karneval zu lebendigen Kulturzentren

Detailierte Karte von Köln aus dem 18. Jahrhundert, die Gebäude, Bäume und Text auf altem Papier zeigt und das historische Layout und die Merkmale der Stadt hervorhebt.

Kölner Stadttore werden dank Karneval zu lebendigen Kulturzentren

Kölner mittelalterliche Stadttore und Stadtmauern erleben durch die Karnevalstraditionen der Stadt ein neues Leben. Mehrere historische Bauwerke, darunter das Hahnentor und die Ulrepforte, dienen heute als Treffpunkte für ikonische Karnevalsgesellschaften. Diese Vereine haben die Gebäude restauriert und instand gehalten und verbinden so jahrhundertealte Architektur mit lebendigen kulturellen Feiern.

Vier der ursprünglichen mittelalterlichen Stadttore Kölns sind bis heute erhalten: die Eigelsteintorburg, die Hahnentorburg, die Severinstorburg und das Dreikönigenpförtchen. Besonders die Eigelsteintorburg hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel und Veranstaltungsort entwickelt. Das Hahnentor, eines der am besten erhaltenen Tore, beherbergt dagegen die Kölner EhrenGarde, ein 1902 gegründetes Korps. Die Gruppe spezialisiert sich auf Karnevalsauftritte, Tanz und Reitkunst und fungiert als Eskorte für den Bauern und die Jungfrau – zwei zentrale Figuren des Kölner Karnevals.

Ganz in der Nähe, entlang des Kartäuserwalls, trifft sich die Gesellschaft der Blauen Funken in einem restaurierten mittelalterlichen Turm. Nur wenige Schritte entfernt haben die Roten Funken die Ulrepforte bezogen, einen weiteren historischen Wehrturm mit eigenem Festsaal. Die Roten Funken führen ihre Wurzeln auf die StadtSoldaten des 17. bis 19. Jahrhunderts zurück und präsentieren während der Karnevalssitzungen satirische Tänze. Vor ihrem Gebäude steht eine lebensgroße Bronzefigur eines Funkens, die über die Website sogar "mit Besuchern spricht".

Die Prinzen-Garde Köln 1906, im Volksmund auch Mählsäcke (Mehlsäcke) genannt, bildet eine weitere Säule des Karnevals. Als Eskorte des Prinzen – der drittwichtigsten Karnevalsfigur – nehmen sie eine zentrale Rolle in den Feierlichkeiten ein. Viele dieser Vereine haben Teile der Stadtmauer im Rahmen von Langzeitpachten übernommen, sie restauriert und für kommende Generationen bewahrt.

Durch dieses Engagement haben die Kölner Karnevalsgesellschaften das Überleben mittelalterlicher Wahrzeichen gesichert. Die Tore und Türme fungieren heute als aktive Kulturzentren, in denen Versammlungen, Aufführungen und Feste stattfinden. Ihre kontinuierliche Pflege hält sowohl die Geschichte als auch die Tradition im Herzen der Stadt lebendig.

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